
Was sind Superfoods und welche Rolle spielen sie in der Ernährung?
Immer mehr Menschen legen großen Wert auf eine gesunde Ernährung – nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Tiere.
Der Begriff „Superfood“ wird häufig verwendet, um besonders nährstoffreiche Lebensmittel (wie etwa Beeren, Gemüse oder Samen) zu beschreiben.
Unsere Angebote verstehen sich als Ergänzung („Topping“) zum üblichen Futter: Sie können helfen, bestimmte Nährstoffe zu ergänzen, wenn beim Trockenfutter ein Mehrbedarf besteht. Bei frischer oder ausgewogener Fütterung sind solche Zusätze in der Regel nicht unbedingt erforderlich, eignen sich aber gelegentlich zur Abwechslung oder als Leckerli.
Was macht ein Lebensmittel zum Superfood?
Zuerst: Was ist ein Superfood – und ist es wirklich „super“?
Der Begriff Superfood wurde 2014 in das Merriam-Webster-Wörterbuch aufgenommen und definiert als „ein Lebensmittel (wie Lachs, Brokkoli oder Blaubeeren), das reich an Verbindungen (wie Antioxidantien, Ballaststoffen oder Fettsäuren) ist, die als vorteilhaft für die Gesundheit eines Menschen gelten.“
Die Idee der Superfoods reicht jedoch bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück – oft als Marketingkampagne initiiert. Laut der Harvard TH Chan School of Public Health startete 1917 die United Fruit Company eine Kampagne über die gesundheitlichen Vorteile von Bananen. Später wurden wissenschaftliche Arbeiten über die Wirkung von Bananen bei Zöliakie und Diabetes veröffentlicht, und der Begriff verbreitete sich.
Seitdem wird er für viele Lebensmittel für Menschen und Hunde verwendet, obwohl es keine behördlichen Richtlinien für die Nutzung auf Verpackungen gibt.
Unter all dem Marketing steckt die Tatsache, dass sogenannte Superfoods tendenziell nährstoffdicht sind und somit viel „Nährwert pro Portion“ liefern. Typische Superfoods liefern hohe Mengen an gesunden Nährstoffen wie Phytonährstoffen, Antioxidantien (Vitamin A, E, Beta-Carotin), essentiellen Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen oder Ballaststoffen.
Beispiele für Superfoods für Hunde
Blaubeeren
Blaubeeren sind reich an Antioxidantien sowie Vitamin C und K.
In kleinen Mengen können sie als gesunde Ergänzung
oder Snack für Hunde verwendet werden.

Hinweis: Die folgenden Lebensmittel können, in angemessenen Mengen und als Teil einer ausgewogenen Ernährung, positive Effekte haben. Sie ersetzen jedoch kein vollständiges Futter und keine tierärztliche Beratung.
Bananen
Bananen enthalten Kalium, Magnesium und verschiedene Vitamine. Sie können als energiereiches Leckerli in kleinen Stücken verfüttert werden. Wegen ihres Zuckergehalts eignen sie sich eher als seltene Ergänzung, nicht als regelmäßiger Bestandteil der Ernährung

Erdnüsse
Erdnüsse liefern pflanzliches Eiweiß, Fette und Mineralstoffe.
Sie sollten immer ungesalzen und ohne Zusätze angeboten werden.
Da sie energiereich sind, eignen sie sich nur in kleinen
Mengen und gelegentlich als Snack.

Karob
Karob (Johannisbrot) ist von Natur aus theobrominfrei und daher eine hundeverträgliche Alternative zu Kakao. Es enthält Ballaststoffe und Mineralstoffe und eignet sich in Maßen als Zutat oder Leckerli

Chicorée
Chicorée enthält Ballaststoffe wie Inulin, die den Verdauungstrakt
ernährungstechnisch unterstützen können.
Außerdem liefert er Vitamine und Mineralstoffe.
Wegen seines leicht bitteren Geschmacks sollte
er nur in kleinen Mengen verfüttert werden.

Okara (Sojabohnentrester)
Okara fällt bei der Herstellung von Sojamilch oder Tofu an. Es enthält Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß und Mineralstoffe. In Asien wird es traditionell auch in Tierfutter eingesetzt. In kleinen Portionen kann es als pflanzliche Ergänzung dienen.

Petersilie
Petersilie liefert Vitamine und Mineralstoffe.
Kann in kleinen Mengen als natürlicher Atemerfrischer verwendet werden.

Kokosöl
Kokosöl enthält mittelkettige Fettsäuren (MCTs) wie Laurinsäure.
Es kann in kleinen Mengen als Ergänzung ins Futter gegeben werden.
Manche Halter nutzen es auch äußerlich zur Fellpflege.
Wegen des hohen Fettgehalts sollte es sparsam eingesetzt werden.

Bierhefe
Bierhefe ist reich an B-Vitaminen, Proteinen und Mineralstoffen.
Sie wird häufig als Zusatz verwendet, um die Nährstoffvielfalt des
Futters zu erweitern.
In kleinen Mengen kann sie eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Hokkaido Kürbis
Hokkaido-Kürbis enthält viele Ballaststoffe sowie Vitamine wie A und C.
Er kann gekocht oder püriert in kleinen Portionen als Ergänzung
ins Futter gegeben werden.
Besonders beliebt ist er als saisonale Zutat.

Zimt
Zimt ist ein aromatisches Gewürz, das in sehr kleinen Mengen auch Hundefutter geschmacklich ergänzen kann. Das Gewürz hat nachweislich krampflösende Eigenschaften, da Hunde jedoch empfindlich auf Gewürze reagieren können, sollte die Dosierung sehr vorsichtig erfolgen und Zimt nicht regelmäßig verfüttert werden.

Leinsamen
Leinsamen sind eine natürliche Quelle von Ballaststoffen und Omega-3-Fettsäuren.
Gemahlen oder eingeweicht können sie in kleinen Mengen
dem Futter beigemischt werden.
Wegen ihres hohen Gehalts an Schleimstoffen sollten sie immer
mit ausreichend Flüssigkeit angeboten werden.

Luzerne
Luzerne (auch Alfalfa genannt) ist eine eiweißreiche Pflanze, die zusätzlich Vitamine (z. B. Viramine A, C und K), Mineralstoffe (Calcium und Eisen) und Ballaststoffe liefert. Sie kann als Ergänzung in kleinen Mengen im Futter eingesetzt werden.

Kurkuma
Kurkuma enthält den natürlichen Pflanzenstoff Curcumin, der für seine intensiv gelbe Farbe verantwortlich ist. Curcumin wird seit Langem wissenschaftlich untersucht, unter anderem im Zusammenhang mit antioxidativen und entzündungsbezogenen Fragestellungen.
Da die Aufnahme im Körper (Bioverfügbarkeit) begrenzt ist und die Wirkung beim Hund nicht eindeutig belegt ist, sollte Kurkuma nur in kleinen Mengen als gelegentliche Ergänzung eingesetzt werden.
👉 Hinweis: Kurkuma ist kein Ersatz für eine tierärztliche Behandlung.

Hanfsamenmehl
Hanfsamenmehl entsteht nach der Ölgewinnung aus Hanfsamen. Es ist reich an pflanzlichem Eiweiß, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Es eignet sich als Futterergänzung in kleinen Mengen, um die Proteinversorgung zu ergänzen.

